Heidersdorf - die Perle im Herzen des Erzgebirges

Wappen von HeidersdorfIm Osten des Erzgebirgskreises, inmitten der Ortschaften  Pfaffroda, Sayda, Neuhausen, dem Kurort Seiffen und Olbernhau liegt der malerische Ort Heidersdorf. 1451 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zur Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein und Sayda.

Ein Wahrzeichen von Heidersdorf ist das Vorwerk mit der mehrhundertjährigen Rüster, die durch einen Blitzschlag am Rosenmontag 1990 größtenteils vernichtet wurde.

Altes Forsthaus von Heidersdorf
Dieses ehemalige Vorwerk ist das älteste Haus von Heidersdorf.
1576 war hier noch das Lehngericht ansässig.

Seit Beginn des 17. Jahrhunderts war das Lehngut im Besitz der Herrschaft von Schönberg. 
Zu Schloss Purschenstein gehörten um das Jahr 1700 vier Wirtschaftshöfe: Das Rittergut in Neuhausen (der Herrenhof von Purschenstein), das große Vorwerk an der Straße Sayda - Neuhausen gelegen, das kleine Vorwerk, zwischen Mortelgrund und Sayda und das Heidersdorfer Vorwerk.
Von nun wurde das Lehngut Schafferhof oder auch nur "Hof" genannt - Flurbezeichnungen wie "Hofberg" oder die Hofbergstraße erinnern heute noch an den Namen des Gutes, welches das Größte der Gemeinde gewesen ist.
Gedenktafel über dem Wappen
Am 15. Juni 1776 brannte der Hof vollständig nieder. Bereits im Oktober desselben Jahres ließ der Erb-, Lehn- und Gerichtsherr und Besitzer des Heidersdorfer Vorwerks, Adam Rudolf von Schönberg, die Wohn- und Wirtschaftsgebäude von grundauf wieder auf- und ausbauen - eine heute noch vorhandene Gedenktafel über dem Wappen kündet von diesen Ereignissen.
In den 70iger Jahren des 19. Jahrhunderts sind die Gehöfte des Vorwerks dann nochmals abgebrannt.
Die Scheune wurde abgerissen und weite Teile des Landes wurden mit Nadelhölzern bepflanzt. Der Rest wurde als Feld und Wiese verkauft.
Um diese Zeit hielt ein Forstwart der Purschensteiner Herrschaft Einzug in das ehemalige Lehngericht und nichts erinnerte mehr an das einstige geschäftige Treiben auf dem ehemals größten heidersdorfer Gut.
Als 1945, im Zuge der Bodenreform auch der "Hof" enteignet wurde, ging dieser in den Privatbesitz von Franz Stiehl - dem ehemaligen Forstwart - über. In den darauffolgenden 60iger Jahren wurde das morsche Fachwerk im ersten Stock durch eine massive Mauer ersetzt - einerseits ist es Schade für die Ansicht, andererseits ist es sehr beruhigend, dass das viele Tonnen schwere Dach jetzt auf sicheren Mauern ruht.

Wir haben dieses geschichtsträchtige Gebäude im Mai 2007 übernommen.
Seidem hat sich einiges verändert - wir sind jedoch bemüht, den historischen Charakter des Gebäudes zu erhalten.
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